2011-05-24

Die Rolle der Medien in der Demokratie

James D.Wolfensen, the president of the World Bank:

“A free press is not a luxury. A free press is at the absolute core of equitable development, because if you cannot enfranchise poor people, if they do not have a right to expression, if there is no searchlight on corruption and inequitable practices, you cannot build the public consensus needed to bring about change.”

Heutzutage spielen die Medien eine große Rolle im Leben der Gesellschaft. Zwar sind die meisten Forscher darüber einig, dass die Medien schon seit langem zum Bestandteil der Politik wurden, sie streiten aber immer noch, welche Bedeutung die Medien in der Demokratie haben .und ob, das Vorhandensein der Medien eine entscheidende Voraussetzung des gut funktionierenden demokratischen Systems ist? Obwohl haben die Medien einen Status eines der Bausteine der Demokratie, gibt es zahlreiche Problemfelder im Zusammenhang zwischen Demokratie und den Medien.

Viele Wissenschaftler heben die Bedeutung der Medien in der Vermittlung der Information zu den Bürgern hervor. Man glaubt, dass um in der Lage zu sein, die gut durchdachte Wahl zu machen, brauchen die Bürger zuverlässige Information über die Probleme, die entschieden werden sollen. Gerade bei der Lieferung solcher Information erwiesen sich die Medien als Hilfsinstrument des demokratischen Prozesses, sie nicht nur helfen den Bürgern, ihre bürgerliche Rechte gut ausüben zu können, sondern auch tragen sie zu Bildung der Achtung in der Gesellschaft vor den demokratischen Werten und Praktiken bei, außerdem ermöglichen sie, eigene Meinung ungeachtet Rasse, Nationalität, Geschlechts zu äußern.

Bei der positiven Bewertung der Medien im Informieren der Bevölkerung wird aber oft vergessen, dass die meisten Bürger in der Regel alle politischen Informationen aus eingeschränkter Zahl der Quellen bekommen. Sehr oft gibt es zudem ein Monopol einer oder mehreren Agenturen, zum Bespiel in Russland benutzen die meisten Zeitungen die Pressemitteilungen von nur drei größten Agenturen – RIA Novosti, ITAR-TASS, Interfax, was eigentlich dazu führen kann, dass es den meisten Medien an Adäquatheit und Objektivität mangelt.

Vielfältigkeit ist außerdem dadurch untergraben, dass immer mehr Zeitungen, die auf den ersten Blick sehr unterschiedlich scheinen, zu einer Gesellschaft oder einem einzigem Verlag gehören, anders gesagt verstärkt sich die Ballung der Medien und folglich sinkt die Zahl der einzigartigen und originellen Medien, die Presselandschaft und somit Qualität der Information verbessern. In der Welt der Medien findet der Prozess der Standartisierung statt, was zum Mangel an den neuen Ideen und Konzepten und schließlich zum Verarmen des intellektuellen Raums der Gesellschaft führt.

Der heutige Status der Medien ist auch dadurch kennzeichnend, dass Zivilgesellschaft immer öfter die Funktion der Kontrolle über die Handlungen der Politiker den Medien zuschreibt. Der positive Beitrag der freien Medien in Aufdeckung der Korruptionsfälle und Machtübergriffe ist unstreitig, die Bedeutung der Medien in der Politik lässt sogar darüber als „die vierte Gewalt“ sprechen, was ziemlich richtig scheint, die Medien sind nämlich einflussreich.

Aber das Problem besteht darin, dass nicht alle Bürger und legale politische Kräfte gleichermaßen den Zugang zu dieser Gewalt haben. Jeder kann zwar sich freilich aussprechen, d.h. es gibt einen nominalen Zugang zu den Medien, es geht aber hier um keinen realen Einfluss von der Seite der Bevölkerung, die Medien werden nicht vom Volk ausgewählt, deswegen es scheint sehr fraglich, on es sich überhaupt lohnt, Medien als legitime politische Macht zu betrachten.

Historisch gesehen hatten die Medien und die Presse keinen wichtigen Platz in den Werken von Klassikern der demokratischen Theorie. Die Forscher des 17. und 18.Jahrhunderte erwähnten nicht, dass die Medien eine Kontrollfunktion sollte. Solche Funktion bekommen die Medien schlechthin nebenbei mit der Zeit, deswegen kann man sagen, dass sie wurden zum Bestandteil des politischen Systems teilweise zufällig. Außerdem kann solcher zufällige Werdegang auf der Geschichte der USA bewiesen werden. Das amerikanische politische System funktioniert schon seit 200 Jahrhunderten, und der Fall der USA zeigt, dass gerade die rechtsprechende Gewalt die Rechte der Bürger schützen kann, ohne die Medien dazu zu benötigen.

Einer der Gründe, warum die Medien heutzutage so wichtig im Leben der Gesellschaft sind, besteht darin, dass sie oft als die Quelle der Information über Gesellschaft und ihre Probleme gebraucht werden. Für die Politiker, die die wichtigen Entscheidungen treffen sollen, ist es wesentlich einerseits die Stimmung und die Meinung der Bürger zu wissen, andererseits, helfen die Medien effektiver die Gesellschaft zu entwickeln und die Reformen durchzuführen, sie gewährleisten die Lieferung der aktuellen Information über den Zustand der öffentlichen Meinung und deswegen sind sehr hoch in dem Bereich Politik sehr hoch geschätzt.

Bei der Analyse der Tätigkeit der meisten Medien fällt es aber auf, dass manche Redakteure und Journalisten, wenn sie bestimmte Geschehnisse erleichten wollen, vor allem von eigenen ideologischen Einstellungen ausgehen, dabei ist die Meinung der Gesellschaft nicht geachtet. Die Medien haben Ressource, um selbstständig bei der Auswahl der Nachrichten zu handeln. Die „Gatekeeperfunktion“ ermöglicht den Medien nicht nur die Tagesordnung bestimmen, sondern auch beeinträchtigen sie das objektive Wesen der Nachrichtenlieferung.

Außerdem betont man die Unfähigkeit der Medien, die Meinung der ganzen Gesellschaft zu vertreten. Das ist darauf zurückzuführen, dass es höchst kompliziert ist, jeden Einzigen zu befragen und alle notwendige Information in kürzerer Zeit zu sammeln. Die Medien haben nie die Meinung der facettenreichen Gesellschaft vertreten, und deshalb wäre es kaum vernünftig, die Medien als die sicherste Quelle der Information über Gesellschaft wahrzunehmen.


Eine andere Besonderheit der Medien in der Politik besteht darin, dass die Medien als die Plattform für Diskussionen und Konfliktlösung angesehen werden kann. Für alle Gesellschaften, insbesondere für diejenigen, die in den Weg der Demokratisierung eingetreten sind, ist es typisch, dass zahlreiche Gruppen, die für und gegen Neuigkeiten auftreten, streiten und kollidieren. Gerade bei der Artikulation und der Vermittlung der Interessen spielen die Medien entscheidende Rolle, sie lassen alle Saiten im Rahmen der Vereinbarungen und legalen Schranken ihren Streit führen. Unter den Bedingungen des gleichen Status aller Parteien kann man den stabilen Kompromiss erreichen.

Die Teilnahme der Medien bei dem Vermittlungsprozess kann aber dazu führen, dass die Redakteure die einzige werden, die das Recht haben, die Artikel und Information zu veröffentlichen. Und wenn ein Redakteur entscheidet, einen bestimmten Artikel zur Veröffentlichung nicht zu lassen, kann niemand sich darüber erschweren, dass es die Verletzung der Redefreiheit ist. Somit kann die Zensur der Redakteure effektiver als staatliche Zensur sein. Zudem taucht ein anderes Problem in der Vermittlung zwischen den politischen Kräften auf. Den größten Einfluss haben diejenigen, die mehr Geld und Ressource haben. Anders gesagt, es gibt eine Gefahr, dass die Medien einer der Seiten den Vorzug geben können, um mehr Geld zu bekommen.

Zum Abschluss kann es gesagt werden, dass, obwohl Medien eine große Rolle beim Funktionieren der Demokratie haben, es völlig recht ist, über die Medien als über einen Bestandteil der Demokratie zu sprechen. Wegen (aber nicht nur) des immer noch laufenden Prozesses der Vereinheitlichung und Konzetrierung, wäre es sinnlos die Medien als die sicherste Quelle der Information zu betrachten. Außerdem ist es kaum sinnvoll, den Medien alle Kontrollmechanismen im politischen System des Landes zu übergeben, vor allem ist es die Hauptaufgabe der rechtsprechenden Gewalt. Zudem ist es gefährlich die Medien als die einzige Mediatorstruktur ansehen, die Medien können nur zu Vermittlung beitragen, aber nicht der Hauptvermittler sein.

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