2011-06-22

Syrien: Freiheit ohne Freiheit

Die jüngsten Aufruhre in Syrien den kärglichen Presseberichten zufolge nehmen allmählich zu, die Sanktionen der EU werden immer stärker und die Forderungen der Aufständischen werden immer maßlos. Vor einigen Monaten war es sehr schwer sich vorzustellen, dass es in einem der Länder des Nahen Osten wie Syrien zu dem aufrichtigen Krieg zwischen dem Staat und der Bevölkerung kommen kann. Nach Ansicht des syrischen Präsidenten sollte Anfang 2000-er angekündigte Liberalisierung der Wirtschaft die Lage der Bürger, ihren Lebensstandart spürbar verbessern. Das Ziel der wirtschaftlichen Reformen war es, der Welt das Land zu öffnen, um die notwendigen Investitionen ins Land ziehen zu können.

Unter anderen verfolgte man in Syrien mit der Lebalisierung die Elemente der Planwirtschaft aufzuheben. Dazu musste der Staat aufhören, die weite Schichten der Bevölkerung durch die finanzielle Unterstützung zu leisen. Der Staat sorgte damals für niedrige Preise für Grundlebensmittel und Heizstoff. Die Leute hatten zwar wesentlich niedriges Einkommen, war ihr Leben aber ziemlich stabil.

Die meisten Wirtschaftsexperten schätzen die Ergebnisse der Liberalisierung Syriens und der Reformen Assads in der Wirtschaft sehr positiv ein. Aber die meisten von den Forschern sind der Meinung, man müsse sich nicht nur auf den ökonomischen Raum beschränken. Syrien sei das Land aus vielen Facetten und mit vielen Brüchen (Religion, Einkommensdifferenzen), deswegen sei es höchst schwer, dieses Land langfristig mit den drastischen Mitteln zu lenken, was Assad eigentlich bis vor kurzem jahrelang tat. Eine komplexe Gesellschaft wie in Syrien brauche ohne Zweifel noch die Freiheit in dem politischen Raum, wo die interessierten Seiten den Dialog friedlich führen können, ohne sich an den Staat zu wenden.

Der Grund, warum Assad und vor allem seine Umgebung, besteht meiner Meinung nach darin, dass der Machhaber die Spaltung des Landes aufgrund der Religion befürchten. Der Vater von Assad zeigte 1982 es klar, wozu der Staat bereit ist, um die Stabilität im Land zu sichern. Die Massaker in der Stadt Hama, wo tausende Islamisten ermordet  wurden, dient heutzutage in Syrien als eine Warnung für die Menschen, die einen Konflikt mir dem Staat wagen.

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